Sommer 2019

Edition I:
Fisch trifft
Akquise

 

An unserem ersten Abend haben wir wirklich geschwitzt – dieser heiße Sommertag in Kombination mit der Vorfreude und den glühenden Herdplatten heizte uns ordentlich ein. Aber unsere Aufregung verwandelte sich nach Ankunft unserer 5 Gäste im Fotostudio von Vivi D’Angelo sofort in ein angenehm vertrautes Gefühl.

Kulinarisch wurde der Abend von fischigen und nicht fischigen Leckereien (gezaubert von Tom) und thematisch von der geliebten »Akquise« begleitet. Wir stellten uns und den Gästen die Fragen: Macht Kalt-Akquise eigentlich Sinn? Warum sind viele Kunden eigentlich so schwer von Begriff? Ist nicht Netzwerken viel sinnvoller? Wir redeten über Zweifel, Erfolge, über’s Scheitern und ganz andere Sachen.

 
 
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Ist ein schlechtes Bauchgefühl etwas Gutes
oder sollte man gleich abbrechen?

Dazu gab es unterschiedliche Meinungen. Ein Teil der der Anwesenden war der festen Meinung, dass man einen Job gleich absagen sollte, wenn man schon vorher ein schlechtes Gefühl dabei hat – “wird ja sowieso nichts oder nichts Gutes daraus”. Auf der anderen Seite gab es das Argument, dass man mit einem schlechten Grundgefühl weniger Erwartungen hat und dadurch weniger verkrampft ist.


 
 
 
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Akquise –
wie macht
ihr das?

Empfehlungen sind ein extremer glücksgriff

Immer wieder haben wir über Erfolgsgeschichten gesprochen, die in Zusammenhang mit Empfehlungen standen. So erzählte Katja: “Manchmal empfehlen mich Leute, die ich gar nicht wirklich kenne oder schon seit 10 Jahren nicht mehr gesehen habe.” Was gibt es denn schöneres, als wenn man von einem zufriedenen Kunden direkt zum nächsten kommt – ohne das Sich-Selbst-Verkaufen (oder gar Verstellen), mit einem gewissen Vertrauensvorsprung und gemeinsamen Bekannten als Gesprächsbasis. “Aber wie kann man Empfehlungen befördern? Geht das?”, fragte Manuel in die Runde.

 

Authentizität spürt man einfach

“Manchmal ist man so sehr damit beschäftigt, dem anderen zu gefallen, dass man gar nicht darauf schaut, ob der Andere für einen auch passt” – diese Analogie aus dem Beziehungsbereich hat Vivi in Verbindung mit dem Einander-Begegnen im Geschäftsbereich gebracht und bekam von den anderen Gästen viel Zuspruch. Wir sprachen immer wieder über den eigenen Kopf und den eigenen Weg. Für viele hat sich das “Echtsein” immer wieder bewährt.

 

erwartungen machen vieles schwerer

“Den Kunden will ich unbedingt haben” – das hat sich jeder von uns schon mal gedacht. Daraus entsteht zum einen große Motivation, aber auch große Erwartungen und vielleicht eine gewisse Verkrampftheit. Diese kann man natürlich auch nicht einfach abschütteln. Umso größer ist am Ende die Enttäuschung, wenn man den Kunden nicht gewinnen kann. “Scheitern sollte immer eine Option sein”, ergänzte Jens sehr treffend . Er berichtete von einer Zeit, in der er diese Erkenntnis erst am eigenen Leib durch unerwartete Misserfolge erlangen musste. Er hat daraus gelernt und geht nun bestimmte Themen gelassener an.

 
 
 

Wir schlemmten unter anderem:

Baba Ghanoush mit eingelegten Zitronen &
griechischem Joghurt

Orientalisch gewürzte Kabeljau-Kebabs

Gegrillte Zucchini mit Ajo Blanco Dressing
und gewürzten Nüssen

Angebratene Tomaten mit weissen
Sardellen und gesalzenem Ricotta

Romanasalat mit Avocado-Dressing und
geräuchertem Heilbutt



 
 
 
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Kaltaquise ist immer eine Grenzerfahrung.
— Michael Spitzenberger, www.hey.one
 
 
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Sind wir alle schizophren?

Wir sprachen auch über ein Thema, das wir so vorher garnicht mit Akquise verbunden hatten: “haben wir alle zwei Gesichter?” Ein privates und ein geschäftliches Ich? Zum einen ging es darum wie wir Menschen auf Geschäftsebene begegnen: Ist es noch zeitgemäß auf Basis gelernter Höflichkeitsfloskeln miteinander zu kommunizieren? Luise meinte ganz klar “Nein! Ich bin immer ich selbst und das schätzen die Leute auch so an mir.” Also wäre es für unsere Akquise von Vorteil, wenn wir unsere schützende, abgrenzende “Maske” fallen lassen und den Leuten begegnen wie auf einem privaten Sommerfest? Wir waren uns dazu nicht ganz einig. Aber die Diskussion zeigte uns, dass wir gerade als Selbständige über Grenzen nachdenken müssen – besonders in Zeiten, in denen instagram und Co. das Private mit dem Geschäftlichen immer stärker verschmelzen lässt.

 

Wir bedanken uns bei allen für diesen wundervollen Abend!
So schön, dass ihr unsere Idee teilt!

 
 
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